Bildquelle: Pressefoto Deutsche Börse AG

Geht das nur mir so oder war das eine ausgesprochen langweilige Börsenwoche? Ich meine – da hatten wir schon so tolle Topics wie EZB-Leitzinsentscheid und Fed-Protokoll oder BREXIT-Showdown (okay, das Thema ist nun wirklich weit über die Schmerzgrenze ausgereizt) und neue Eskalation im Handelsstreit zwischen den USA und der EU (Stichwort Subventionen für Airbus (WKN:  / ISIN: DE0008232125) seitens der EU bzw. Boeing (WKN:  / ISIN: US0970231058) durch die USA), aber was passierte auf dem Parkett? Nix! Jedenfalls nicht viel – der DAX konsolidierte die Gewinne aus der Vorwoche ein bisschen, sackte dabei bis auf ein frisches Monatstief bei 11.847 Punkten, aber das war dann auch schon alles. Tja. Müssen wir wohl so hinnehmen. Für eine Chartanalyse reicht es ja glücklicherweise dennoch, also here we go:

Mit Kursen unterhalb von 11.900 Punkten bewegte sich der DAX zuletzt auf einem absteigenden Ast, wenn man so will. Denn als nächster Halt muss jetzt bereits die 200-Tage-Linie herHALTen, womit der Aufwärtstrendwechsel durchaus noch einmal auf den Prüfstand gestellt werden könnte. Zuvor könnte dabei aber noch das offene Gap vom (vor)vergangenen Mittwoch geschlossen werden, dessen untere Kante bei 11.778 Punkten verläuft. Darunter würde dann aber umgehend der massive Haltebereich zwischen GD200 und 11.600er-Marke in den Fokus rücken, wo gleich mehrere charttechnische, uns allen wohlbekannte Unterstützungen zu finden sind. Viel tiefer als 11.600 sollte es allerdings nicht gehen, denn dann wäre der 2019er-Aufwärtstrendkanal in akuter Gefahr, was wiederum neue Verkaufssignale und daraus resultierende Kursziele bei 11.400/11.200 nach sich ziehen könnte!

Dreh- und Angelpunkt 12.000

Nachdem die Wetteraussichten aber schon trüb genug sind, wollen wir jetzt noch einen Blick auf die Sonnen- bzw. Oberseite des DAX-Charts werfen. Die ist nämlich gar nicht so weit entfernt, wie das möglicherweise gerade den Anschein hat. Ein, zwei festere Sitzungen, und schon stehen die deutschen Blue Chips wieder an, idealerweise sogar über der runden 12.000er-Barriere. Die kann aktuell als Dreh- und Angelpunkt für die Bullen bezeichnet werden, denn oberhalb dieser Schwelle wäre sofort wieder Platz bis ans Jahreshoch bei 12.029 Punkten. Und weil das nicht gerade sonderlich spektakulär ist, fügen wir noch die obere Begrenzung des bereits erwähnten 2019er-Aufwärtstrendkanals hinzu. Schon ist der Bereich aufgewertet, zumal nur wenig höher auch die obere Begrenzung des großen 2018er-Abwärtstrendkanals (jaja, da kann man schon mal durcheinanderkommen!) den Kursen entgegenkommt. Sind all diese Hürden beiseite geräumt, rücken die Volumenkante bei 12.200 und die -spitze bei 12.450 als Zielzonen nach. Wer weiß, vielleicht können die Kollegen am kommenden Mittwoch im SG Active Trading-Webinar () schon mehr darüber berichten – wir werden sehen!

Ein Beitrag von Sebastian Jonkisch von

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