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Die Sonne scheint, die Vöglein zwitschern, die Tage werden länger und damit beginnt so langsam die Zeit der Gartenfreunde. Wie heißt es so schön: „Morgenstund hat Gold im Mund“, denn es gibt immer genügend zu tun für den emsigen Hobbygärtner mit leidenschaftlichem Interesse am eigenen Gemüseanbau. Natürlich sind anfallende Arbeiten von verschiedenen Dingen abhängig, wie Größe des Grundstücks, Bodenbeschaffenheit, Sonneneinwirkung, vorhandener Obst- und Pflanzenbestand. Das Wetter spielt zudem eine große Rolle, wann Arbeiten verrichtet werden können und wie einzelne Erträge ausfallen. In jedem Fall ist man an der frischen Luft und in Bewegung bei der Bewirtschaftung eines Gartens, der frisches Gemüse und Obst liefern soll zum eigenen Verzehr.

Hier ein kleiner Fahrplan bzw. kurzer Überblick für die erste Jahreshälfte zu anfallenden Gartenarbeiten für „alte Hasen“ und Leute, die sich dafür interessieren. Sicherlich hat jeder Gärtner seine eigenen Methoden, die meist auf langjährigen eigenen Erfahrungen beruhen. Außerdem wachsen und gedeihen nicht in jedem Garten alle Sorten. Um Geld zu sparen, kann man einige Gemüsepflanzen aus gesammelten Samen selbst ziehen.

Im Februar wurden bereits die ersten Gemüsesorten vorgezogen auf der Fensterbank, insbesondere Tomaten, Peperoni und Paprika. Anzuchterde eignet sich dazu sehr gut. Die Schalen oder Töpfe aus Ton, Torf oder Plastik sollten am Boden mit Löchern ausgestattet sein, damit Wasser abfließen kann. Kleine Tonscheibenstücke oder Tongranulat in das Behältnis legen, mit Erde befüllen, 1-2 Samen einbringen, mit einer Erdschicht bedecken und fortlaufend immer schön gießen. Bei starker Sonneneinstrahlung einfach ein Stück Pappe zwischen Töpfe und Fensterscheibe legen zum abdunkeln. Alte, ausgediente Tontöpfe können zerschmettert werden, so erhält man kleine Stücke zum Auslegen in andere Töpfe.

Ab März folgen die ersten Arbeiten im Freien, je nach Wetterlage und Verabschiedung vom Nachtfrost:
– Pflanzen zurückschneiden, wüstes Unkraut ausstechen, abgestorbene Blätter und Zweige entfernen
– Ackerboden aufhacken und Beete richten
– Düngen: Beeren und Obst mit z.B. Beerendünger, ggf. Blühdünger; Ackerboden mit z.B. Blaudünger
– Erdbeerpflanzen, Kartoffelsetzlinge und Zwiebeln kaufen
– Rasenpflege: Mähen, ggf. gegen Unkraut spritzen, Düngen, Nachsäen an kahlen Stellen, Neuaussaat
– Bohnen- und Tomatenstangen in die Erde einbringen

Der Garten wird wieder fit gemacht. Alles was zum Saisonende „abmontiert“ wurde kommt nun wieder nach und nach an seinen Platz. Pflanzenkübel finden ihren Weg aus dem Winterquartier, Regentonnen werden aufgestellt, Wasserhähne aufgedreht.

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Ab April werden Erdbeeren, Kartoffeln und Zwiebeln gepflanzt bzw. gesetzt. Gurken, Kürbis, Zuccini können Anfang April auf dem Fenstersims in Töpfen vorgezogen werden und später ins Beet gesetzt werden. Diese Pflanzen wachsen rasch und sind relativ unempfindlich.

Sind die Gemüsepflanzen von der Fensterbank gewachsen und kräftiger, dann kommen Sie bei schönem Wetter raus auf Balkon/Terrasse, damit sie sich an die Luft gewöhnen. Nachts sollten die Töpfe wegen der Kälte mit einer Plastikhaube abgedeckt werden. Es kann auch alles in ein Hochbeet mit Deckel verfrachtet werden. Die jungen Pflanzen sollten in der Wachstumsphase an einen Stock oder Schaschlik-Spieß angebunden werden, damit sie nicht umknicken.

Hochbeete liegen übrigens im Trend. Modelle aus Plastik mit Deckel und Belüftung sind sehr leicht vom Gewicht und können daher auch gut umgestellt werden an einen anderen Standort.

Mitte April/Anfang Mai erfolgt die Aussaat der Gemüsesamen in die vorbereiteten Freiland-Beete wie Salat, Radieschen, Rettich, Karotten, rote Rüben. Kräftige Salatpflanzen werden später herausgenommen und einzeln gesetzt. 5-6 Bohnen im Kreis um die Stange oder den Holzpfahl pflanzen, denn sie mögen es buschig.

Tomaten kommen ab Mitte Mai raus ins Freie. Traditionell nach den Eisheiligen. Ein Loch an der Stange buddeln, etwas Gemüsedünger rein und dann die Tomate einpflanzen. Während des Wachstums den Haupttrieb immer wieder an die Stange anbinden und regelmäßig ausgeizen. Tomaten sollen nicht zu nah an Kartoffeln gepflanzt werden.

Wer Platz hat im Garten, der kann einiges essbares anbauen. Zu berücksichtigen ist dabei unter anderem die Lebenszeit und Größe einer Pflanze, der Standort, die Bodenbeschaffenheit.

Kräuter sind beliebt zum Kochen oder sie können als Heilpflanze verwendet werden. Salbei zum Beispiel eignet sich zum Gurgeln bei Halsschmerzen. Aus Pfefferminzblättern kann Tee zubereitet werden. Thymian und Oregano werden zum Gerichte würzen verwendet. Schnittlauch und Petersilie mögen viele Leute im Salat. Blüten und Stengel einer Lavendelpflanze können in kleine Säckchen gepackt werden und anschließend in den Kleiderschrank gelegt werden zum Schutz vor Motten.

Eine anspruchslose Pflanze über Jahre ist beispielsweise der Rhabarber. Früchte wie Johannisbeere und Stachelbeere tragen oft reichlich, wobei es sie als Strauch oder Hochstamm gibt. Heidelbeeren brauchen einen sauren Boden. Obstpflanzen wie Kiwi oder Trauben benötigen eine Rankhilfe bzw. ein Spalier und müssen angebunden werden. Himbeeren und Brombeeren sind meistens in einer Reihe gepflanzt, in einem Konstrukt aus Holzbalken und gespanntem Draht. Bei einer Himbeere werden 2-3 Ruten stehengelassen, die dann nach oben wachsen und dabei an die Drähte angebunden werden. Neue Erdbeerpflanzen können selbst gezogen werden aus Ablegern.

Wer Steinobst mag, der braucht heutzutage nicht unbedingt mehr riesige Bäume im Bestand zu halten, denn Säulenobst ist eine Alternative. Hier wächst ein Stamm nach oben, wobei die Seitentriebe regelmäßig geschnitten werden müssen.

Hacken, Schneiden, Unkraut jäten gehört über die Saison mit dazu. Deshalb ist bei der Gartenarbeit wenigstens eine Grundausstattung an Arbeitsmitteln notwendig: Hacke, Spaten, Schaufel, Rechen, Rebschere, Astschere, Handschaufel, Rasenmäher oder Rasenkantenschneider, Grasschere, Eimer, Gartensack, Gießkanne, Schnüre.

Das Beet wird nach dem Winter gerichtet, indem mit der Hacke die großen Erdbollen kleiner gemacht werden. Dann wird nochmal kleiner gemacht mit einem großen Rechen, so dass die Fläche eben wird. Der Boden sollte immer mal aufgehackt werden, damit er gelüftet wird und Regenwasser abfließen kann.
Bei Krankheit benötigt die Pflanze eine Behandlung. Das bedeutet: ein Mittel muss gekauft werden in der „Pharmaabteilung“ eines Garten(Fach)Geschäfts. Abhilfe schaffen aber auch oftmals bewährte Hausmittel. Beispielsweise lassen sich Blattläuse gut vertreiben mit Spülmittel-Wasser und Ameisen mögen kein Backpulver.

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Am Ende sollte Arbeit immer belohnt werden.

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