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Liebe Leserinnen,

die Reihe „Selbst ist die Frau: Auch in Sachen Finanzen“ geht weiter. Dabei gilt: sich in der Finanzwelt umzuschauen um die persönlich optimale Geldanlage zu finden, dies mag anstrengend sein. Aber was bekommen wir im Leben schon ohne Mühe?

Werfen wir heute einen kurzen Blick auf einige Geldanlagen, die sich eignen würden um eine feste Summe xy anzulegen. Was könnte man hierzu in wenigen Worten sagen? In jedem Fall sollte man sich immer genau erkundigen oder beraten lassen, was es alles gibt und was das jeweilige Produkt beinhaltet!

Als sichere Geldanlage können eingestuft werden: Sparprodukte, Festgeld- und Tagesgeldkonten von Banken wegen der Einlagensicherung sowie Bundeswertpapiere. Es gibt Anlageformen, die mit einem Festzins ausgestattet sind während der Laufzeit und wiederum andere, deren Zinssätze sich von Zeit zu Zeit ändern.

Edelmetalle und Rohstoffe unterliegen Preisschwankungen, genauso wie börsennotierte Aktien, Anleihen, Fonds, ETFs und Kryptowährungen. Alle Wertpapiere, die an der Börse notiert sind und nicht gerade vom Handel ausgesetzt sind, können während der Handelszeiten gekauft oder verkauft werden. Jedes Wertpapier ist mit einer Wertpapierkennnummer und ISIN gekennzeichnet.

Aktien: es sei erwähnt, dass nicht jede Aktiengesellschaft ihre Aktien gelistet hat und diese somit an der Börse gekauft oder verkauft werden können. Aktien gibt es aus verschiedensten Branchen, Ländern und Risikoklassen zu kaufen. Hierbei erwirbt man quasi Anteilscheine an einem Unternehmen und kann an dessen Entwicklung teilhaben. Je nach Geschäftslage des Unternehmens kann eine Dividende ausbezahlt werden von der Aktiengesellschaft. Bei Kuteigerung der gekauften Aktie an der Börse, steigt der Wert des eingesetzten Geldes. Wird beispielsweise eine Aktie zum Preis von 10 Euro gekauft und der Kurs steigt auf 20 Euro, so hat man Gewinn gemacht und kann entscheiden, ob man seine Aktien verkauft und diesen Gewinn mitnimmt auf´s Konto. Ein Teilverkauf ist auch möglich, so dass man mit den restlichen Aktien weiterhin dabei bleibt. Im anderen Fall: der Aktienkurs fällt und steht bei sagen wir 5 Euro. Somit hat man einen Verlust gemacht und das eingesetzte Geld ist nur noch die Hälfte Wert. Allerdings ist zu unterscheiden zwischen einem Buchverlust und realisiertem Verlust. Im Depot sieht man gewöhnlich, ob man gerade im Plus oder Minus ist mit dem Wertpapier, da fortlaufende Bewertung. Es würde sich empfehlen, sein Investment im Auge zu behalten um beispielsweise Entscheidungen treffen zu können, falls man gerade vor Fragen steht wie zum Beispiel: die Aktie ist gut gelaufen, wäre es sinnvoll nun mit Plus abzurechnen? Oder im anderen Fall: die Aktie ist gefallen. Lohnt sich ein Nachkauf um mit weiterem Geld aufzustocken bzw. den Einstandskurs zu verbilligen, oder macht abwarten Sinn in der Hoffnung auf Erholung des Aktienkurses, oder besser aussteigen und mit Verlust verkaufen? Es kommt also auf die Entwicklung des Aktienpreises an, der von verschiedenen Faktoren abhängt wie zum Beispiel Marktlage oder Unternehmenslage. Wird beispielsweise eine schlechte Nachricht vermeldet, dann kann es passieren, dass der Kurs plötzlich fällt. Ob und zu welchem Zeitpunkt es wieder aufwärts geht: wer weiß das so genau? Wird aus persönlichen Gründen gerade Geld benötigt und es besteht Not zu verkaufen, wobei die Aktie im Minus steht, dann ist das wahrscheinlich nicht optimal. Daher wird bei einer Aktienanlage oftmals davon gesprochen, man müsste langfristig denken und investieren. Grund: Aktien unterliegen Schwankungen. Und wie bereits erwähnt nicht nur Aktien, sondern auch andere börsennotierte Produkte. Es ist sogar die Rede davon, dass ein möglicher Totalverlust nicht ausgeschlossen werden kann. Negativ zu bewerten ist sicherlich auch der Umstand, wenn das Unternehmen, bei dem man investiert ist, Insolvenz anmelden muss. Dies nur mal so als Beispiele. Es gibt neben Chancen auf Kursgewinne und langfristigem Wachstum auch Risiken, die von Umständen wie z.B. Risikoeinstufung, Branchenentwicklung und Börsenplatz-Segment mit abhängig sein könnten.

Beim Kauf eines Investmentfonds oder ETFs ist das Risiko gestreuter als bei Einzelaktien. Es stehen viele Fonds zu Auswahl bereit, und teilweise können auch Sparpläne eingerichtet werden. Ein ETF, welcher einen Index abbildet, ist wohl günstiger von den Kosten als ein aktiv verwalteter Investmentfonds. Allerdings wird hier keine menschliche Hand angelegt: kein Kapitän, der das Boot quasi steuert. Wer arbeitet denn eigentlich umsonst?

Edelmetalle wie Gold, Silber, Platin: neben Investitionen in börsennotierte Produkte wie beispielsweise Zertifikate oder Aktien von Minengesellschaften, gibt es die Möglichkeit Barren und Münzen bei spezialisierten Unternehmen (physisch) zu kaufen. Verkaufen geht auch wieder, immer alles zu den jeweilig angegebenen Preisen. Dabei werden jedoch keine Zinsen gezahlt. Weiter könnten Aufbewahrungskosten anfallen und auch die Mehrwertsteuer ist ein Thema.

Anleihen: hier gibt es ebenfalls eine umfangreiche Auswahl nach verschiedenen Kriterien wie Laufzeiten, Renditen, Bonitäten. Bei Rentenversicherungen können oftmals Einmalzahlung geleistet werden. Im Bereich Kryptowährungen existieren bereits Zertifikate, die ins Depot gekauft werden können.

Immobilien als Kapitalanlage für die Eigennutzung oder Vermietung: Beispiele für aufkommende Fragen könnten sein: wieviel eigenes Geld wird benötigt bei der Anschaffung, wie sieht die Finanzierung aus? Dabei kann an Zinsen, Tilgung, Anschlussfinanzierung, Förderungsmöglichkeiten gedacht werden. Bei einer Finanzierung dürfte man eine langfristige Verbindlichkeit eingehen. Wie ist es mit gesetzlichen Vorschriften, Provisionen und Steuern? Die Grunderwerbssteuer kann hier beispielsweise aufgeführt werden. Standort, Ausstattung und Zustand der Immobilie sowie Preise und Marktlage wären auch in Entscheidungen mit einzubeziehen. Liest man nicht auch hier und da von Mietnomaden? Und wie sieht es aus, falls wieder verkauft werden soll? Von manchen Produkten kann man sich schnell wieder trennen, von manchen nicht. Oder vielleicht nicht zum erhofften Preis.

Zum Ende des heutigen Beitrages noch ein Blick auf den derzeitigen Langzeit-Chart des DAX:

Was denken Sie persönlich: wann wäre ein guter Zeitpunkt in den Aktienmarkt einzusteigen? Warum ist er seit der Finanzkrise 2008 so gut gelaufen und wie wird das nun weitergehen?

Es dürfte sicherlich kein Fehler sein, sich genau zu informieren – und das zu kaufen, was man auch tatsächlich versteht!

Sparen und richtig (Haus)Wirtschaften

Der heutige Tipp lautet: Styling at Home.

Warum ein neues Möbelstück wie eine Kommode kaufen wegen Schönheitsmängeln? Es gibt Klebefolien mit schönen Motiven zum Ausbessern oder zur Neugestaltung. Abgefallene Teile können mit einem Kleber oder Leim wieder angebracht werden.

Wie schon zuvor sei noch erwähnt: diese Beitragsreihe stellt keine Anlageberatung oder Handelsaufforderung dar, sondern es werden nur Anregungen zum Thema Geld und Sparen bereitgestellt für interessierte Leser und Leserinnen. Jeder denkt und handelt für sich selbst.

Bis bald… Teil 7 folgt…

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