Bildquelle: Pressefoto Deutsche Börse AG

Keine Bewegung im DAX per Wochensaldo, denn die Kursmarke von 11500 Punkten beschäftigt uns weiterhin. Wir entfernten uns nur zwischenzeitlich davon und konnten damit die Erholung fortsetzen, wie in der Vorwochenanalyse angedeutet:

 

 

Führen wir dieses Chartbild fort, so verlief die darin dargestellte Gegenbewegung im Hochpunkt der Handelswoche bis 11.648 Punkt am Donnerstag (XETRA) und im Endloskontrakt (hier im Bild) bis knapp 11.700 Punkte. Dies entspricht einer Bewegung von mehr als 600 Punkten beziehungsweise 5 Prozent Performance in Summe:

 

 

Die Hochs der Vorwoche konnten dabei nicht mehr erreicht werden und es blieb bei der Erholungsbox, wie im Chartbild 2 dargestellt. Daran änderte auch die Fortsetzung der Erholung in den USA nichts. Dort fiel die Korrektur viel ausgiebiger aus.

Zum Vergleich: Der Dow Jones an der Wall Street legte um einiges mehr zu und holte rund 2.000 Punkte vom Tiefpunkt Ende Oktober auf. Damit war er in dieser Handelswoche „auf einmal“ nur noch wenige hundert Punkte von seinem Allzeithoch entfernt. Ein direkter Vergleich der beiden Indizes zeigt auf, dass diese Schere bereits seit mehreren Monaten besteht:

 

 

Die Performance der Handelswoche ist daher nicht als Momentaufnahme zu werten, in der unser Aktienindex DAX um 0,09 Prozent zulegte aber der Dow Jones 2,84 Prozent Zugewinn verzeichnete. Oder in Punkten nur magere 10 Gewinnpunkte im Deutschen Aktienindex auf XETRA in dieser Woche zu registrieren waren.

 

Hausgemacht am Deutschen Aktienmarkt waren die Faktoren Diesel-Entschädigung durch Autobauer und diverse negative News von Einzelunternehmen. So zum Beispiel die Halbierung der Ausschüttungsquote bei Pro Sieben Sat 1 oder die . Positive News, wie die Quartalszahlen der Allianz und das Sparprogramm bei Heidelberg Cement gab es natürlich auch, diese genügten jedoch nicht für einen nachhaltigen Marktanstieg.

 

Beim Blick auf die anderen Märkte fällt vor allem der Goldpreis ins Auge. Dieser schwächelte und ist damit auf eine größere Unterstützung im Tageschart zugelaufen. Dazu lesen Sie an dieser Stelle mehr:

 

 

Doch konzentrieren wir uns nun wieder auf den DAX und die relevanten Marken für die kommende Handelswoche.

 

Ausblick auf die neue Handelswoche

 

Als kurzfristiger Deckel hat sich der Bereich um 11.650/11.700 Punkten etabliert. Man kann diesen im Tageschart nun ebenfalls einzeichnen und als Barriere bzw. Trigger auf dem Weg zur Abwärtstrendlinie nutzen:

 

 

Um den Blick dafür zu schärfen, zoome ich in das Chartbild genauer hinein. Im 4-Stundenchart ist weiterhin die 11.500 als relevanter Dreh- und Angelpunkt im Chart sichtbar und hinzu kommt der gerade dargestellte kurzfristige Deckel nahe der 11.700:

 

 

Aus diesem Bild heraus rechne ich vorerst mit einem Pendeln in diesem Bereich. Da die 11.500 auf der Unterseite keine „saubere“ Linie im Chart bildet, ist es schwer, hier entsprechende Orders in den Markt zu legen. Eine Entscheidung über weitere größere Bewegungen sollte erst bei Ausbruch erzwungen werden. Bis dahin orientiere ich mich an den großen Bereichen und favorisiere das Range-Trading:

 

 

Sollte das Momentum auf einer der beiden Seiten zunehmen, ist ein Durchbruch als zyklisches Signal zu werten. Diesen Ausbruch werde ich mitgehen und oberhalb der 11.700 auf ein schnelles Anlaufen des eingangs gezeigten Abwärtstrends im Tageschart spekulieren. Auf der Unterseite entsprechend dann auf einen Rutsch zur 11.300 und bei weiterer Schwäche dann auch zur 11.050 als Oktobertief zurück.

 

Achten Sie in der neuen Handelswoche auf folgende Termine.

  • Mittwoch 8 Uhr das BIP aus Deutschland
  • Mittwoch 10.30 Uhr die Verbraucherpreise aus Großbritannien
  • Mittwoch 11 Uhr das BIP Europas
  • Mittwoch 14.30 Uhr die Verbraucherpreise aus den USA
  • Donnerstag Einzelhandel in den USA um 14.30 Uhr
  • Freitag Einzelhandelsdaten der EU um 11 Uhr

 

Viel Erfolg beim Handel wünscht Ihnen Andreas Mueller (Bernecker1977)

 

 

Risikohinweis: Der Handel mit Finanzprodukten ist risikoreich. Sie können Ihr eingesetztes Kapital verlieren. Diese Analyse ist keine Handelsempfehlung und enthält lediglich unverbindliche Analysen und Prognosen zu den gegenwärtigen und zukünftigen Marktverhältnissen. Sämtliche in dieser Publikation getroffenen Angaben dienen der Information. Sie dürfen nicht als Angebot oder Empfehlung für Anlageentscheidungen verstanden werden.

 

 

 

Andreas Mueller ist unter dem Pseudonym „Bernecker1977“ als Trader, Referent und Coach seit 2001 aktiv. Er handelt seit rund 20 Jahren Indizes, Devisen und Rohstoffe an der Börse mit Futures, Derivaten und CFDs. Dabei basiert sein Trading auf Sentimentdaten und Charttechnik. Als studierter Diplom-Kaufmann streut Andreas Mueller seine Erfahrungen u.a. auf wallstreet-online seit dem Jahr 2005 in den „Tages-Trading-Chancen“ ein und ist dort Ansprechpartner für alle börsenrelevanten Fragen. Auf edvideo.info analysiert er den DAX mit Hilfe der Charttechnik. Weitere Informationen erhalten Sie in seinem und auf seinem Blog

Der obige Text spiegelt die Meinung des jeweiligen Kolumnisten wider. Die CASMOS Media GmbH übernimmt für dessen Richtigkeit keine Verantwortung und schließt jegliche Regressansprüche aus.

Bildquellen: Andreas Mueller / Pressefoto Deutsche Börse AG

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[…] roten Börsenwoche hinterfrage ich natürlich auch immer meine Prognose. Bei die Frage in meiner Vorwochenanalyse, ob sich der DAX von der 11.500 lösen kann, muss dies mit einem klaren Nein beantwortet werden. […]

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