Bildquelle: Pressefoto Daimler

Zunächst senkte Daimler (WKN:  / ISIN: DE0007100000) seine Ziele, dann war BMW (WKN:  / ISIN: DE0005190003) an der Reihe und nun wieder die Schwaben. Daimler platzte zum Ende der Woche mit einer weiteren heraus. Warum auch nicht?

Es ist eine schöne Zeit für Gewinnwarnungen. Man kann alles Mögliche als Grund heranziehen. Besonders gerne wird auf den chinesisch-amerikanischen Handelsstreit verwiesen. In der Autobranche kommt natürlich das neue Abgastestverfahren WLTP hinzu. Zudem ist die Dieselthematik allgegenwärtig. Zudem gibt es bei Daimler auch noch eine alte Geschichte mit einem Kältemittel-Streit.

Entsprechend zeigten sich Anleger nicht gerade schockiert, als Daimler seine senkte. Das blöde ist nur, dass Daimler nicht nur irgendwelche Sonderfaktoren geltend machen konnte. Im Geschäftsfeld Daimler Buses ist eine rückläufige Nachfrage in einzelnen Märkten zu verzeichnen. Auch sonst scheint der Absatzboom der vergangenen Jahre vorbei zu sein.

Im Ergebnis heißt dies, dass Daimler auf Konzernebene für 2018 mit einem deutlich unter dem Vorjahreswert liegenden EBIT rechnet. Anfangs sollte das EBIT „leicht über dem Niveau des Vorjahres“ liegen, im Juni sollte der Wert „leicht unter Vorjahresniveau“ in Ziel kommen. Und nun der deutliche Rückgang.

FAZIT. Es gibt gleich mehrere Gründe dafür, dass sich die Marktreaktionen angesichts der erneuten Gewinnwarnung bei Daimler in Grenzen hielten. Die Autowerte sind im Moment nicht gerade die Lieblinge der Anleger. Die Dieselfrage, der Handelsstreit und weitere Aspekte sorgen für Verunsicherung. Entsprechend schwach ist die Kursperformance der Daimler-Aktie. Daher gilt erst einmal die Devise für Anleger: Finger weg, bis Autohersteller endlich wieder für positive Nachrichten sorgen.

Anleger, die auf einen Anstieg der Daimler-Aktie setzten und sogar überproportional von steigenden Kursen des DAX-Wertes profitieren möchten, schauen sich am besten entsprechende Hebelprodukte  auf der Long-Seite an. Skeptiker haben ebenfalls mit passenden Short-Produkten  die Gelegenheit auf fallende Kurse der Daimler-Aktie zu setzen.

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Bildquelle: Pressefoto Daimler

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