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In den vergangenen Wochen war ordentlich Bewegung an den Märkten. Mal ging es bergauf mit den Notierungen, dann kam es wieder zu Rücksetzern. Die Politik bestimmt aktuell weitestgehend das Geschehen. Der drohende Handelskrieg, das Gezerre um den Brexit sind die zwei markantesten Beispiele einer Fülle von Risiken und Dissonanzen rund um den Globus. Ein Blick auf den deutschen Leitindex DAX zeigt, dass dieser aktuell mit einem vergleichsweise leichten Minus zum Jahresbeginn notiert. Werden wir nun die Fortsetzung der Seitwärtsbewegung sehen oder sinkende Kurse?

Jenseits der politischen Querelen schaut es wirtschaftlich gar nicht so schlecht aus. So haben nun US-Unternehmen begonnen, ihre Zahlen für das zweite Quartal vorzulegen und der erste Eindruck trübt das allgemein positive Gesamtbild nicht. Und der Internationale Währungsfonds stellt der deutschen Wirtschaft ein gutes Urteil aus, wenngleich es auch Risiken gäbe. Positiv sei, dass die Wirtschaft sich momentan in einem starken Zustand befinde, die Lohnentwicklung sei erfreulich und die steigenden Gehälter kurbelten die Binnennachfrage an. Ein erneutes Aufflackern der Euro-Krise könnte allerdings zu einem neuen Anflug von Finanzmarktturbulenzen führen und den Export etwas belasten. Insofern bleibt zunächst abzuwarten, ob die Marktteilnehmer nicht doch ihr Augenmerk zunächst auf mögliche fundamentale Kurstreiber legen und die Hausse an den Finanzmärkten kein jähes Ende erfährt.

Optimismus herrscht auch bei vielen Zertifikate-Anlegern vor, die in der monatlichen Trend-Umfrage des Deutschen Derivate Verbands nach ihrer Meinung zum weiteren Verlauf des DAX bis Jahresende gefragt wurden. Demnach geht knapp die Hälfte der Privatanleger in Deutschland davon aus, dass der Leitindex DAX bis Jahresende ansteigen wird. 43 Prozent, damit etwa genauso viel wie im Vorjahr, erwarten in den verbleibenden Monaten weiter steigende oder sogar stark steigende Kurse. Knapp ein Viertel der Befragten ist der Meinung, dass es keine größeren Veränderungen geben wird. Hingegen erwartet immerhin ein Drittel der Befragten bis zum Jahresende fallende oder stark fallende Kurse beim DAX. An der Online-Umfrage, die gemeinsam mit sechs großen Finanzportalen durchgeführt wurde, beteiligten sich 5.693 Personen. Dabei handelt es sich in der Regel um gut informierte Anleger, die als Selbstentscheider ohne Berater investieren.

Gleichwohl sollten Investoren nicht sorglos sein. Die globalisierte Welt bringt es mit sich, dass immer wieder mit Rücksetzern an den Aktienmärkten gerechnet werden muss. Die Schwankungsbreite hat (etwas) zugenommen und die Zinswende ist zumindest in Übersee eingeleitet. Wichtig ist, dass das Ersparte unter Rendite- und Risikoaspekten gut angelegt wird, damit sich Vermögen aufbauen lässt. Denjenigen, die momentan eher skeptisch das Aktiengeschehen beäugen, sei ein Blick auf die Vielfalt der strukturierten Wertpapiere empfohlen. Hier finden sich Produktlösungen für jedes Marktszenario.

DDV, Lars BrandauEin Beitrag von Lars Brandau

Er ist seit Gründung des Deutschen Derivate Verbands (DDV) dessen Geschäftsführer und vertritt den DDV auch in den Arbeitsgruppen des europäischen Dachverbands EUSIPA. Der studierte Germanist und Politologe gilt als ausgewiesener Kommunikationsprofi. Zuvor war Lars Brandau unter anderem in verschiedenen leitenden Funktionen beim Nachrichtensender n-tv tätig; zuletzt als Chefmoderator. In dieser Zeit berichtete er als Reporter aus Kriegs- und Krisengebieten, kommentierte zahlreiche Landtags- und Bundestagswahlen und moderierte drei Jahre lang die Telebörse. Weitere Informationen unter:

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