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Dass sich die Wall Street trotz weiter steigender Ölpreise und Renditen am Anleihemarkt nicht von ihrem Kurs nach oben abbringen lässt, macht den Weg für den Deutschen Aktienindex über die psychologisch wichtige 13.000er Marke frei. Zeichen der Entspannung im Handelsstreit und das Ausbleiben neuer Hiobsbotschaften aus den Krisenregionen animieren die Anleger zu weiteren Engagements in deutschen Aktien. Der Euro, schon ein paar Mal unter die Marke von 1,18 US-Dollar geschaut, spielt dabei den Türöffner hin zum alten Rekordhoch bei knapp 13.600 Punkten. Auch wenn es heute wieder ein paar Punkte runter geht, wichtig für den DAX ist, dass er die 13.000 Punkte mit in das verlängerte Wochenende nehmen kann.

Die Musik spielt weiterhin an der Wall Street, und hier haben sich die Rahmenbedingungen für Aktien insbesondere in den vergangenen Wochen entscheidend verändert. Das Argument, für risikolosere, festverzinsliche Wertpapiere gebe es keine attraktive Verzinsung, gilt zumindest für den amerikanischen Markt so nicht mehr. Da Anleiherenditen mittlerweile mit den Dividendenrenditen mithalten können, kann nur noch die Aussicht auf weitere Kursgewinne die Investoren zu Aktien- statt Anleihekäufen bewegen. Und hier fehlen momentan die Impulse, bzw. liegen einige Unsicherheiten auf dem Weg zu alten Höchstständen. Und wenn die Wall Street hustet, bekommt Europa eine Grippe. Der Satz ist so alt wie richtig und wird auch in Zukunft gelten.

Jochen StanzlEin Beitrag von Jochen Stanzl

Er ist Chef-Marktanalyst bei . Davor war Jochen Stanzl über 15 Jahre bei der BoerseGo AG als Finanzmarktanalyst tätig und hat unter anderem die Portale GodmodeTrader, Jandaya und die Investment- und Analyseplattform Guidants mit aufgebaut und als erfolgreiche Kanäle in der deutschen Trading-Community etabliert. Sein analytischer Fokus liegt auf der Kombination aus technischer und fundamentaler Analyse von Währungen, Rohstoffen, Anleihen und der weltweiten Aktienmärkte.

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