Bildquelle: edvideo.info

Die Zeiten ändern sich. Durch die Globalisierung und das Internet ist die Welt doch irgendwie zusammengerückt. Während man früher noch aus dem Haus gehen musste um andere Leute zu treffen oder zum Hörer greifen musste, natürlich Festnetzapparat mit Wählscheibe oder Tastatur, kommuniziert man heutzutage durchaus auch gemütlich von zu Hause aus oder gar von Unterwegs mittels Laptop oder Smartphone. Einige Menschen kennt man wohl auch gar nicht persönlich, es sind virtuelle Kontakte. In Chatrooms, wo Menschen mit lustigen Nutzernamen unterwegs sind, ist es wohl nicht unüblich, dass Leute sich von vorn herein duzen. Es ist ja auch alles so schön anonym.

Auch beim Fernsehen schauen bekommt man mehr geboten als früher: einschlägige TV-Sendungen übermitteln nicht nur nationale Ereignisse, sondern strahlen auch Geschichten aus von Menschen aus fremden Ländern, wie beispielsweise aus Amerika. Über einen geplatzten Reissack in China habe ich allerdings bisher noch nicht berichtet bekommen. Dort jedenfalls sprechen die Menschen Englisch: eine Sprache, bei der die Anrede „you“ etabliert ist und nicht zwischen „Du“ oder „Sie“ unterschieden wird im zwischenmenschlichen Kontakt.

In Deutschland ist die englische Sprache längst angekommen. Beispielsweise lässt sich sagen, dass aus dem guten alten Schlußverkauf ein „Sale“ geworden ist und in Zügen die Durchsagen sowohl in deutscher Sprache als auch in englischer erfolgen. Man spricht Englisch. Soweit, so gut. Ansonsten würde ich meinen, die Amtssprache in Deutschland ist deutsch und wir duzen Freunde und Familienmitglieder und sind ansonsten erstmal per „Sie“ miteinander – die traditionelle korrekte Ansprache, besonders im Geschäftsleben und Umgang mit fremden Menschen außerhalb des Kindesalters.

Allerdings so selbstverständlich scheint das gar nicht mehr zu sein? Von einem Telefonanbieter bekomme ich immer wieder Textnachrichten, wobei ich mit „Du“ angesprochen werde. Beim Besuch der website eines Online-Versandhauses stellte ich fest: ich als Interessent oder Kunde werde hier mit „Du“ angesprochen. In den AGB werde ich gesiezt. Beim Lesen der website eines Dienstleistungsunternehmen sehe ich übrigens auch die Ansprache „Du“.

Mein Fazit: Finde ich das gut oder will ich das? Nein, mir persönlich als erwachsene Person über 18 Jahre gefällt das nicht. Übrigens, auch wenn jüngeres Publikum eventuell vorrangig die Zielgruppe sein sollte: abgesehen vom Taschengeldparagraphen gilt die Voraussetzung der unbeschränkten Geschäftsfähigkeit für das rechtsverbindliche Zustandekommen von Verträgen.

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