Bildquelle: © Barry Callebaut

Der Weg der Bohne zur Schokolade

Der Ursprung aller Schokolade ist der Kakaobaum, der heute vor allem rund um den Äquator, in Westafrika und Südostasien angebaut wird. Ursprung der ersten Anbaugebiete waren Mexiko, Ecuador und Venezuela.

Der Kakaobaum mag keine Temperaturen unter 16°C und braucht gute Böden sowie ausreichend Wasser. Er wächst am besten im Schatten, umgeben von verrottetem Laub und wird von Fliegen bestäubt. Die Früchte des Kakaobaumes bestehen aus einer ledrigen, harten Schale, einem schleimigen weißlichen Fruchtfleisch und dem Samen, der eigentlichen Kakaobohne. Beim Reifungsprozess geht das Fruchtfleisch zurück und die Bohne löst sich von der Schale. Wenn man eine rohe Kakaobohne isst, schmeckt sie etwas wie Bitterschokolade.


Kunst trifft Schokolade
Einen Besuch wert zum Thema Schokolade ist das Museum Ritter in Waldenbuch. Neben dem Firmengelände von Ritter Sport befindet sich ein markanter Kalksteinquader, in der sich rund 1000 Kunstwerke des 20. Und 21. Jahrhunderts zum Thema Quadrat, dem Markenzeichen der Firma Ritter Sport, befinden. Ebenfalls findet man dort die Ritter Sport SchokoladenAusstellung mit Infos zur Geschichte der Erfolgsmarke und zur Schokoladenwelt rund um die Kakaobohne. Kinder können in der SchokoWerkstatt ihre eigene Schokolade kreieren und anschließend lohnt sich der der Einkauf im Fabrikverkauf vor Ort.

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Nachdem die Bohnen aus der Schale gelöst wurden, gären sie zugedeckt auf Bananenblättern und entwickeln beim Gärprozess etwa 50° C an Temperatur. In diesem Prozess, der 10 Tage dauert, entwickeln die Samen ihren typischen Geschmack, ihr Aroma und ihre Farbe. Die Bitterstoffe gehen während der Gärung teilweise verloren. Der Gärung schließt sich nun ein Trocknungsprozess in der Sonne an, bei der die Bohnen etwa die Hälfte ihrer Größe verlieren.

Die Schokoladenhersteller rösten die Kakaobohnen in Trommelröstern, wobei sich hunderte von verschiedenen Nuancen entfalten lassen. Zur Schokoladenherstellung werden die Bohnen zu Kakaomasse vermahlen und noch Kakaobutter, Zucker und Milchpulver hinzugefügt.


Die teuerste Praline der Welt
La Madeline au Truffe gilt als teuerste süße Köstlichkeit der Welt. Sie kostet sage und staune $250 pro Stück. Die vom dänischen Chocolatier Fritz Knippschildt kreierte Spezialität besteht aus exklusiven Zutaten: ein Kern aus seltenem französischen Périgord-Trüffel, umhüllt von einer Ganache aus Sahne, Zucker, italienischem Trüffelöl, Vanille und 70%-iger dunkler Valrhona-Schokolade. Zum Abschluss noch ein feines Kakaopulver darum – und fertig ist die teuerste Schokolade der Welt, die extra für die „Guiness World Records“ erschaffen wurde.


Die Inhaltsstoffe einer Kakaobohne
54 % Kakaobutter (Fett)
11,5 % Eiweiß
9,0 % Zellulose
7,5 % Stärke
6,0 % Gerbstoffe und farbgebende Bestandteile
5,0 % Wasser
2,6 % Mineralstoffe und Salze
2,0 % organische Säuren und Geschmacksstoffe
1,2 % Theobromin
1,0 % verschiedene Zucker
0,2 % Koffein

Dieser Beitrag ist ein Stück aus Edvideo – dem Quartals-Magazin der Börsenblogger-Redaktion für Geldanlage und Lebensart. Erhältlich am Kiosk, als Online-Ausgabe oder im Abo. www.edvideo.info

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