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Die gestrige Auktion bei US-Staatsanleihen hat gezeigt, dass sich die US-Regierung immer teurer neu verschulden muss. Die Zinsen mussten auf den höchsten Stand seit der Finanzkrise gesetzt werden, um ausreichend Gebote für das hohe Ausmaß an neu begebenen Staatsanleihen am Markt zu finden. Japan und China kaufen bereits weitaus weniger neue Papiere, während die Fed ebenso nicht mehr als Käufer zur Verfügung steht. Spannend wird es, wenn die US-Notenbank jetzt wie geplant ihre Bilanz beginnt zu verkleinern, was ja nichts anderes bedeutet, als dass sie wie die US-Regierung ebenso zum Verkäufer von Staatsanleihen würde, wenngleich dann nicht am Primär- aber am Sekundärmarkt. Das alles spricht für steigende Zinsen.

Neben dieser Nachricht belastete gestern auch der schwache Ausblick des Einzelhandelsgiganten Wal-Mart die Stimmung. Ausgerechnet im Weihnachtsgeschäft lief es nicht rund, was die Aktie zehn Prozent und den Dow Jones gut 78 Punkte kostete. Die Käufer haben es gestern im Handeslverlauf versucht, die drei großen Indizes auf neue Hochs zu heben, was jedoch drei Mal abgelehnt und schließlich in den letzten Handelsstunden mit einem kleinen Ausverkauf quittiert wurde.

Der DAX (WKN:  / ISIN: DE0008469008) indes bleibt weiter technisch eingeklemmt zwischen 12.390 und 12.529 Punkten. Dazwischen ist der Idex als neutral, darüber als bullisch und darunter bärisch einzuschätzen.

Jochen StanzlEin Beitrag von Jochen Stanzl

Er ist Chef-Marktanalyst bei . Davor war Jochen Stanzl über 15 Jahre bei der BoerseGo AG als Finanzmarktanalyst tätig und hat unter anderem die Portale GodmodeTrader, Jandaya und die Investment- und Analyseplattform Guidants mit aufgebaut und als erfolgreiche Kanäle in der deutschen Trading-Community etabliert. Sein analytischer Fokus liegt auf der Kombination aus technischer und fundamentaler Analyse von Währungen, Rohstoffen, Anleihen und der weltweiten Aktienmärkte.

Der obige Text spiegelt die Meinung des jeweiligen Kolumnisten wider. Die CASMOS Media GmbH übernimmt für dessen Richtigkeit keine Verantwortung und schließt jegliche Regressansprüche aus.

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