Bildquelle: Pressefoto Deutsche Börse AG

ETFs gelten für viele Anlageneulinge als das perfekte Mittel für den langfristigen Vermögensaufbau. Durch die Passivität der Produkte partizipiert der Anleger eins zu eins von den Renditen am Aktienmarkt. Doch eines wird oft vergessen: Die Kosten für die Depot-Führung!

Kosten ganzheitlich betrachten. Natürlich sind die Kosten für ETFs überschaubar gering. Das gilt erst recht, seit der US-Riese Vanguard in Deutschland aktiv ist und kostenseitig noch einmal eine Marke setzte. Doch nicht nur die Kosten für den ETF, sondern auch die Kosten für das notwendige Kaufen, Halten und Verkaufen der Anteile ist für die Rendite der ETF-Anlage entscheidend.

Die hat dazu einmal zwei Szenarien bei zwölf Banken durchgerechnet. Dabei ging es um die Gesamtkosten für Anleger, die jeweils 1000 oder 10.000 Euro investieren und nach zehn Jahren ihre ETF-Anteile wieder verkaufen. Standen mehrere Depotvarianten bei einem Institut zur Auswahl, zählten die günstigeren Entgelte für die Online-Depotführung. Hochgerechnet wurden die aktuellen Order- und Depotgebühren auf zehn Jahre unter der Annahme, dass die Kostensätze nicht geändert werden.

Verschiedene Ergebnisse. Laut Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen war in der 1.000-Euro-Kategorie die Onvista-Bank der preiswerteste Anbieter, gefolgt von der Deutsche-Bank-Tochter Maxblue und der ING-DiBa. Den Gebührenhammer schwang dagegen der S-Broker; das ist der vermeintlich kostengünstige Online-Ableger der Sparkassen. Hier wurde Anlegern, die das Prinzip „Kaufen und Halten“ befolgen, die Depotgebühr zum Verhängnis.

Immerhin: Besser lief`s für S-Broker-Kunden bei der 10.000-Euro-Anlage. Allerdings nur unter der Voraussetzung, dass der Wert der ETF-Anteile konstant über der kritischen Marke von 10.000 Euro blieb. Vorne lag beim größeren Depot erneut die Onvista-Bank mit ihrem einfachen Preismodell, während Maxblue und ING-DiBa gemeinsam den dritten Rang belegten.

Mau sah es bei den Filialbanken aus, die durchweg mit hohe Kosten daher kamen. Über 14 mal teurer gegenüber Onvista war das 1000-Euro-Depot bei den zwei günstigsten: der Sparkasse Gelsenkirchen und der Dortmunder Volksbank. Beim 10.000-Euro-Depot wiederum führten die Postbank und die Commerzbank das Feld der Filialbanken an.

FAZIT. Im Fall von wenigen Transaktionen und vor allem niedrigen Anlagesummen sind die jährlichen Depotgebühren der Renditekiller schlechthin. Entscheidend für den Anlageerfolg ist also bei Privatanlegern in erster Linie die kostenlose Depotführung, gefolgt von niedrigen Transaktionskosten. Um einmal sein eigenes Depot mit der Konkurrenz zu vergleichen, bietet sich ein Depot-Vergleich an. Erst mit dem richtigen Depot macht die Geldanlage an der Börse richtig Spaß!

In diesem Sinne,
weiterhin viel Erfolg bei der Geldanlage und beim alltäglichen Lebensgenuß

Ihre Edvideo-Gründer
Christoph A. Scherbaum & Marc O. Schmidt

Melden Sie sich hier für unsere kostenlosen Newsletter an. Sie finden dort unser kostenfreies Newsletter-Angebot u.a. mit “Edvideo Auf die Schnelle” (Wochentags) und “Edvideo D-A-CH Rundschau” (Samstags).

Bildquelle: Pressefoto Deutsche Börse AG

1
Hinterlasse einen Kommentar

avatar
1 Kommentar Themen
0 Themen Antworten
0 Follower
 
Kommentar, auf das am meisten reagiert wurde
Beliebtestes Kommentar Thema
1 Kommentatoren
Alexander Rackwitz Letzte Kommentartoren
  Abonnieren  
Benachrichtige mich bei
Alexander Rackwitz
Gast

Dies kann ich für den S Broker folgendermaßen einordnen: Es handelt sich bei dem thematisierten Fall (ETF-Einmalanlage von 1.000 Euro ohne jede weitere Tätigkeit) um eine besondere Konstellation hinsichtlich des Depotführungsentgelts. In diesem Fall empfehlen wir die (zusätzliche) Anlage eines Sparplans. Mit einem Sparplan, der mind. einmal pro Quartal bespart wird, entfällt das Depotführungsentgelt. Gemäß unserer Preis- und Leistungsübersicht entfällt das Depotführungsentgelt bei (a) mindestens einer Wertpapiertransaktion mit einem Ordervolumen von 50 Euro im Quartal (z.B. Sparplan) oder (b) ab einem Vermögensbestand (Depot Konten beim S Broker) von mindestens 10.000 Euro sowie einem Depotbestand über 0 Euro am Quartalsende.… Weiterlesen »

wpdiscuz