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Der Immobilienkonzern Immofinanz (WKN: / ISIN: AT0000809058) hat vor rund drei Wochen den Verkauf des Einzelhandelsportfolios in Moskau an die russische Fort Group abgeschlossen. Damit sei ein „Meilenstein“ bei der Beseitigung von „Risiken, die etwa in Form von historischen Anlegerklagen oder in unserem Portfolio bestanden haben“, erreicht, teilte das Unternehmen mit. Das Portfolio ist nun auf Büro und Einzelhandel mit Ausrichtung auf die westeuropäischen Märkte Deutschland und Österreich sowie die Wachstumsmärkte in Osteuropa fokussiert.

Immofinanz-Chart:

Der Verkauf der Moskauer Einkaufszentren ist immer als eine Vorbedingung für einen möglichen Zusammenschluss von Immofinanz und CA Immo (WKN: / ISIN: AT0000641352) genannt worden. Das schwierige Marktumfeld in Russland hatte in den vergangenen Geschäftsjahren die gesamte Vermögens- und Ertragslage der Immofinanz signifikant belastet.

Die Analysten der Erste Group Bank sind sich indes „nicht sicher“, ob Gespräche mit CA Immo bezüglich der Fusion noch im Jahr 2018 stattfinden würden. „Möglicherweise gibt sich die Immofinanz noch ein Jahr mehr Zeit, um (auch) Kennzahlen wie zum Beispiel den Cashflow zu verbessern“, so die Experten. Grund zur Eile besteht daher nach Meinung der Analysten nicht.

Angesichts der Gemengelage erscheint ein Investment in ein Capped Bonus-Zertifikat (WKN: RC0LNP / ISIN AT0000A1UR17) von der Raiffeisen Centrobank (RCB) aussichtsreich. Das Papier ermöglicht ein Investment mit Teilschutz. Wenn die Aktie bis September 2018 stets über 1,70 Euro bleibt, ist mit dem Capped Bonus ein Ertrag von 8,6 Prozent drin. Der Abstand zur Barriere beträgt 19,6 Prozent. Daher ist das Papier auch für weniger risikobereite Anleger geeignet.

Mutige Anleger können mit einem von darauf setzen, dass die Aktie in einen neuen Aufwärtstrend einschwenkt. Das Papier bildet Kursgewinne – aber auch Verluste – mit einem Hebel von 4,05 ab. Für ein Positiv-Szenario spricht, dass die Bilanzbereinigung voranschreitet: 2017 hat Immofinanz Finanzierungen in einem Volumen von rund 1,6 Mrd. Euro refinanziert. Das entspricht rund 60 Prozent der gesamten Finanzverbindlichkeiten des Konzerns per 30. September 2017 und betrifft sowohl Verlängerungen als auch Neufinanzierungen. Dadurch können zukünftig Zinskosten von rund 18,3 Mio. Euro pro Jahr eingespart werden.

Ein Beitrag von Christian Scheid. Er ist Chefredakteur von Zertifikate // Austria und freier Wirtschafts- und Finanzjournalist. Er schreibt für mehrere österreichische und deutsche Fachmagazine und -zeitungen. Sein Gratis-Newsletter ZERTIFIKATE // AUSTRIA ist mehr als lesenswert.

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