Bildquelle: Pressefoto Volkswagen

Neulich hatte Volkswagen (WKN: / ISIN: DE0007664005) ja mitgeteilt, dass es im laufenden Quartal „negative Sondereinflüsse“ in Höhe von voraussichtlich 2,5 Mrd. Euro geben soll (Stichwort „Diesel-Thematik“, wie es bei VW euphemistisch gerne genannt wird). Das kann zwar eigentlich problemlos aus den Cash-Beständen im zweistelligen Milliardenbereich finanziert werden bzw. dem operativen Cash Flow – doch VW hat sich dennoch über die Emission von zwei neuen Anleihen (über die Tochter Volkswagen Leasing) 2,25 Mrd. Euro gesichert.

VW-Chart:

VW: Neue Anleihen im Volumen von 2,25 Mrd. Euro emittiert

Die Börse Stuttgart teilte dazu mit, dass eine der beiden Anleihen ein Volumen von 1,25 Mrd. Euro bei einem Kupon von 0,25% habe, Laufzeit bis 2020. Wer kauft eigentlich so ein Papier zu so einem niedrigen Kupon, der deutlich unter der Inflationsrate liegt? Das zweite Papier soll immerhin einen Kupon von 1,125% haben, Laufzeit bis 2024. Offensichtlich war es kein Problem, die Papiere an den Mann bzw. die Frau zu bringen: Laut Börse Stuttgart war das Angebot „zweifach überzeichnet“. VW wird es freuen. Ob die Anleger(innen) viel Freude damit haben, Zinsen unterhalb der Inflationsrate zu erhalten, ist natürlich eine ganz andere Frage.

Ein Beitrag von Michael Vaupel

Michael Vaupel, diplomierter Volkswirt und Historiker (M.A.), Vollblut-Börsianer. Nach dem Studium Volontariat und Leitender Redakteur und Analyst diverser Börsenbriefe (Emerging Markets, Internet, Derivate, Rohstoffe). Er ist gefragter Interview- und Chatpartner (N24, CortalConsors). Ethisch korrektes Investieren ist ihm wichtig. Weitere Informationen unter:

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Bildquelle: Michael Vaupel / Pressefoto Volkswagen

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